American Curl – Rollohren für alle, die das Besondere lieben
Die American Curl ähnelt einer Hauskatze – bis auf ihre nach hinten gebogenen Ohren. Sie haben ein freundliches und anhängliches Wesen, was sie zu liebenswerten Hausgenossen macht. Doch Vorsicht ist geboten: schon so mancher Besitzer hatte große Schwierigkeiten mit der Intelligenz der American Curl. In Amerika ist diese Katzenrasse weit verbreitet, in Europa dagegen kommt sie seltener vor.
Vermutlich hat es schon immer Katzen mit nach gebogenen Ohren gegeben, so dass es sich bei der Rasse um eine spontane Mutation der normalen Hauskatze handelt. Zu Beginn der 1980er Jahre entdeckte ein südkalifornisches Züchterpärchen eine langhaarige schwarze Katze mit nach hinten gebogenen Ohren in einer Garageneinfahrt. Sie nahmen die herrenlose Katze mit und legten so den Grundstein für die American-Curl-Zucht.
Anerkennung
1987 erfolgte die Anerkennung der TICA und nur vier Jahre später die der CFA und seit 2002 ist die Rasse auch durch die FiFe anerkannt. Die Anerkennung verlief so erfolgreich, dass schon bald kurz-und langhaarige Curls gezüchtet wurden. Inzwischen gibt es die für viele seltsam anmutenden Samtpfoten in allen erdenklichen Farben und Mustern. Nicht anerkannt in allen Kombinationen sind Chocolate, Cinnamon und deren Verdünnungen Lilac und Fawn. Die Augenfarbe sollte mit der Fellfarbe harmonieren und möglichst einheitlich sein. Die Biegung der Ohren darf 180 Grad nicht übersteigen und nicht unter 90 Grad liegen. Der untere Teil der mittelhoch angesetzten Ohren besteht aus steifem Knorpel, wobei der Ansatz breit und offen sein sollte. Die Ohrenspitzen sind in einer Rundung gebogen und sollen so elastisch sein, dass man die Ohren problemlos aufrichten kann.
Ihre Popularität lässt sich durch ihre extreme Sanftheit und ihr freundliches Wesen erklären. Jede Menge Spass sind durch ihre Intelligenz und ihre ausgeprägte Lernbereitschaft garantiert. In der Regel gibt es auch keinerlei Probleme mit Artgenossen oder anderen Haustieren.
Pflege
Das pflegeleichte Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, um den seidigen Glanz zu erhalten. Bei der langhaarigen Variante der American Curl ist zweimal im Jahr beim Fellwechsel mit häufigerem Bürsten zu rechnen.
Die charmanten Kringelohren sind ideal für Menschen, die das Besondere lieben und ein starkes Selbstbewusstsein haben. Denn eines muss man sich bewusst machen: mit befremdlichen Kommentaren der Umwelt ist zu rechnen.
Kurzinfo
Typ: mittelgroß
Kopf: länger als breit, keilförmig, leicht geschwungenes Profil
Augen: walnussförmig, oberes Lid oval, unteres rund
Körper: mittelschwerer Körperbau, gestreckt, schlank, mäßig entwickelte Muskulatur
Schwanz: lang, breit am Ansatz, leicht gerundete Spitze, fedrig behaart
Fell: seidig, flach anliegend, kaum Uunterwolle, meistens mittellang
Farbe: alle außer Chocolate und Cinnamon und deren Verdünnungen in allen Kombinationen